Ein Büchlein über Restorative Justice
Wie Restorative Justice Beziehungen heilt — die Beziehungsbrille und die Kraft des Kreises
Ein Konflikt ist selten nur ein Regelbruch. Meistens ist er eine verletzte Beziehung. Annett Zupke hat über zehn Jahre mit Restorative Circles gearbeitet — in Gefängnissen, mit Familien, in Teams. In diesem Büchlein gibt sie die Haltung, die Fragen und die Geschichten weiter, die daraus einen Weg zur Heilung gemacht haben.
Der Ausgangspunkt
Nach einem Streit in der Familie, einem Konflikt im Team, einer Verletzung zwischen Menschen stellt sich fast automatisch dieselbe Frage: Wer hat etwas falsch gemacht, und was folgt daraus? Diese Frage trennt Menschen in Schuldige und Unschuldige. Sie klärt selten, was eigentlich passiert ist — und noch seltener, was es braucht, damit die Beziehung wieder tragen kann.
Restorative Justice stellt eine andere Frage. Und der Kreis ist der Ort, an dem sie gestellt wird.
Die Beziehungsbrille
„Über Paradigmen zu sprechen ist schwierig, denn du musst deinem eigenen grundlegend entfliehen können, um überhaupt hören zu können, was über ein anderes Paradigma gesagt wird.“ Rupert Ross, zitiert in Teil I
Die Beziehungsbrille fragt nicht zuerst: Wer war schuld? Sondern: Welche Beziehung wurde verletzt, und was braucht sie, um wieder heil zu werden? Das klingt einfach. Es verändert fast alles — wie wir zuhören, wen wir einbeziehen, und was am Ende wirklich Heilung bringt.
Was Sie in diesem Büchlein finden
Ein anderer Blick auf Konflikt, Schuld und Heilung — begründet in den Rechtstraditionen der First Nations Kanadas.
Der Talking Circle, die restorative circles nach IIRP und die Restorative Circles nach Dominic Barter — mit Grafik zum Prozess.
Die Elemente, die einen Kreis tragen. Ein Fragen-Werkzeugkasten. Ein vollständiges Konferenzskript, Schritt für Schritt.
Vier Erfahrungsberichte — von den Peace Circles im Hochsicherheitsgefängnis Green Bay bis zur eigenen Begegnung mit einer Täterin politischer Gewalt.
Geleitwort von Ilka Papendorf
Mediatorin in Strafsachen seit 1991
„Ich selbst habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und weiß, dass es nicht bei diesem einen Mal bleiben wird. Für mich stellt es eine wertvolle Begleitung dar, um mich immer wieder neu an die Grundlagen und Möglichkeiten der Restorative Justice zu erinnern.“
Erste Stimmen
„WOW! Habe es in einem Rutsch durchgelesen. Gut zu lesen und sooo wertvoll. Wie schön, dass du deine Erfahrungen festhalten konntest.“
Leserin„Es macht Spaß, es zu lesen. Wie schön, dass du die Idee dazu hattest und deine Erfahrungen mit deinen Leser:innen teilst.“
LeserinÜber die Autorin
Häufige Fragen
Nein. Das Büchlein ist als Erfahrungsbericht geschrieben, nicht als Fachtext. Es nimmt Sie Schritt für Schritt mit — von der Grundidee bis zu konkreten Verfahren und Fragen.
Für alle, die mit Konflikten zu tun haben — beruflich als Mediator:in, Facilitator:in oder in pädagogischen und sozialen Berufen, genauso wie privat, in Familie, Freundeskreis oder Team.
Es ist bewusst als handliches Büchlein angelegt. Mehrere Leserinnen haben es „in einem Rutsch“ durchgelesen.
Auf Deutsch, als Taschenbuch im Format 125 × 190 mm.
Das Buch erscheint in Kürze. Der Bestelllink folgt an dieser Stelle.
Zur StartseiteFragen vorab? annett@annett-zupke.de